Sport: Aktiv gegen Krebs

Erkenntnisse einer Studie als Grundlage für neue unterstützende Krebstherapien
iStock/Bettina Ritter

Beim Sport sondern die Muskeln hor­monähnliche Botenstoffe (Myokine) ab, die das Wachstum von Krebszellen hemmen. Forscher des Universitätklinikums Erlangen konnten nun zeigen, dass man diesen Mechanismus auch bei schwer erkrankten Krebs­patienten in Gang setzen kann. Die Wissenschaftler stimulierten dazu zwölf Wochen lang die Muskeln von Patienten mit fortgeschrittener Prostata- oder Darmkrebserkrankung durch sanfte elektrische Reize. Mit dieser schonenden aber effektiven Trainingsmethode gelang es tatsächlich, bei den Studienteilnehmern Myokine freizusetzen. Diese Erkenntnis soll dazu beitragen, neue unterstützende Krebstherapien zu entwickeln.