Abwehr stärken, Heilung beschleunigen
Die erste Erkältungswelle füllt bereits die Wartezimmer. Ob Husten, Schnupfen oder Heiserkeit, die Diagnose „Atemwegsinfekt“ ist rasch gestellt und nicht selten wünschen sich Patienten dagegen ein Antibiotikum oder sogar ein antivirales Medikament. Oft steckt die Angst vor beruflichen Ausfallzeiten dahinter.
In vielen Erkältungsfällen, so Prof. Franz Daschner, Direktor des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene in Freiburg, reicht es aber aus, die körpereigene Abwehrkraft mit gut verträglichen und nebenwirkungsarmen pflanzlichen Medikamenten zu unterstützen. Aus gutem Grund: Pflanzen haben über Jahrmillionen die Fähigkeit entwickelt, sich ohne spezifisches Immunsystem gegen eine Vielzahl von Schädlingen, Bakterien, Pilzen und Viren in ihrem Umfeld zu wehren.
Ein interessantes Beispiel dafür ist die südafrikanische Kapland-Pelargonie. Der abgekochte Sud dieser Heilpflanze wurde bei den Zulu-Stämmen bereits seit Jahrhunderten eingesetzt, um Atemwegsinfekte zu bekämpfen. Die Wirksamkeit des Gesamtextraktes – heute nutzt man zur Arzneiherstellung die Wurzeln dieser Pflanze aus kontrolliertem biologischen Anbau – ist inzwischen auch wissenschaftlich in diversen Studien nachgewiesen worden. Diese pflanzliche Arznei verhindert nicht nur das Andocken krankmachender Bakterien an die Schleimhäute der Atemwege, sondern stärkt auch die körpereigene Abtötung gefährlicher Viren.
Dadurch kann man Infektionen vorbeugen und auch wenn bereits erste Symptome (wie Kratzen im Hals oder verstopfte Nase) auftreten, den Heilungsprozess wirksam unterstützen. Außerdem beschleunigt der Extrakt den Schleimtransport aus den Atemwegen, wodurch sich die Symptome schnell bessern. Weiterer Vorteil: Resistenzbildungen – ob bei Bakterien oder Viren – sind dabei nicht zu befürchten, weil die Substanzen nicht direkt in den Stoffwechsel der Keime eingreifen, sondern sich ihnen indirekt in den Weg stellen.
ufo / ms
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