So bleiben Sie auch im Urlaub fit

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Viele Urlauber wollen sich bewegen, Aktivurlaub wird deshalb immer beliebter. "Radfahren, Schwimmen oder Schnorcheln sind gesund und machen Spaß", sagt Dr. Michael Held, Arzt beim AOK-Bundesverband. "Wichtig sind allerdings eine gute Planung und ein ausreichender Sonnenschutz."
Rund 22 Millionen Deutsche nutzen in ihren Ferien das Rad. Etwa 2,6 Millionen haben in den vergangenen drei Jahren eine längere Fahrradtour als Urlaubsreise unternommen - das hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in einer Befragung herausgefunden. "Sorgen Sie vor jeder Tour dafür, dass Ihr Fahrrad verkehrssicher ist", rät Dr. Held. Zum Beispiel sollten Radfahrer überprüfen, ob die Reifen in Ordnung sind, die Schrauben fest sitzen und die Bremsen richtig greifen.
Wer am Ferienort einen Drahtesel ausleiht, sollte darauf achten, dass der Sattel und das Lenkrad richtig eingestellt sind. "Tragen Sie zu Ihrer Sicherheit beim Radfahren unbedingt einen Helm", empfiehlt der Mediziner. Sinnvoll ist eine Kleidung aus atmungsaktivem Kunstfaser- oder Mischgewebe, die den Schweiß schnell nach außen ableitet. Vor Nässe schützen Regenjacke und -hose. Bei Radtouren sollten eine Trinkflasche, Proviant, ein Ersatzschlauch, eine Luftpumpe und Flickzeug nicht fehlen. Auch eine kleine Reiseapotheke - insbesondere Verbandmaterial - sollten Radfahrer und Wanderer bei sich haben.
So gesund Bewegung an der frischen Luft ist - wichtig ist die richtige Dosierung. "Besser als sportliche Höchstleistungen ist ein regelmäßiges, gemäßigtes Training", sagt Dr. Held. Besonders Anfänger sollten sich nicht überfordern. Empfehlenswert ist es auch, regelmäßig Pausen einzulegen und sich zu erholen. Als Faustregel gilt: Je intensiver das Training, desto länger sollte die Erholungsphase sein.
Das Trinken dürfen Radfahrer und andere Sportler ebenfalls nicht vergessen. "Wer zum Beispiel längere Radtouren fährt und dabei viel schwitzt, kann sieben Liter und auch mehr Flüssigkeit verlieren. Als Durstlöscher eignen sich besonders gut Mineralwasser und Saftschorle", sagt Dr. Held. Ausreichend Proviant sollten Sportler ebenfalls mitnehmen.
Auch unter Wasser scheint die Sonne
"Achten Sie außerdem auf Ihren Sonnenschutz - so können Sie Sonnenbrand und einem erhöhten Hautkrebsrisiko vorbeugen", rät der Arzt. "Am besten sind eine dicht gewebte, langärmelige Kleidung, eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille mit UV-Filter." Unbedeckte Körperstellen sollten Sportler eincremen: je höher der Lichtschutzfaktor, desto geringer das Sonnenbrandrisiko. Die Creme muss regelmäßig erneuert werden, da sie durch Schwitzen abgerieben wird. Nachcremen verlängert allerdings nicht die Wirkung.
Wer schwimmt, surft oder rudert, sollte wasserfeste Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor verwenden und regelmäßig nachcremen, denn die UV-Strahlung ist durch die Reflexion des Sonnenlichts auf der Wasseroberfläche besonders intensiv. Dr. Held: "Wer schnorchelt, sollte sich ebenfalls gut eincremen, da die UV-Strahlung bis zu einem Meter in die Tiefe reicht."
Schwimmer und Wassersportler sollten darüber hinaus Warnhinweise an Badegewässern und Stränden beachten. Sie können auf die Gefahr von Infektionen, gefährliche Unterwasserströmungen oder Verunreinigungen hinweisen.
psg/ms
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