Vitamin C – der „Alleskönner

Früher galt Vitamin C als das klassische Erkältungsvitamin. Wer vorbeugen oder die Symptome einer Erkältung eindämmen wollte, versorgte seinen Körper mit der „Wunderwaffe“. Seit Anfang der 90er Jahre wird die Vitamin C-Therapie intensiv erforscht. Heute weiß man, dass Vitamin C, das auch Ascorbinsäure heißt, viel mehr kann – es ist das wichtigste Vitamin überhaupt. Vitamin C ist an mehr als 500 Stoffwechselvorgängen beteiligt und kann vor vielen Erkrankungen schützen. Es wirkt vorbeugend gegen Infektionskrankheiten, Knochenschwund, Herz-Kreislauferkrankungen, erhöhtes Cholesterin, Arteriosklerose, Diabetes, grauen Star und sogar gegen Krebs. Umgekehrt kann es bei vielen Krankheiten den Heilungsprozess unterstützen. Therapeutisch wird Vitamin C heutzutage bei Allergien und Asthma, Rheuma und auch Krebs eingesetzt. Neueste Studien zeigen, dass es sogar den Blutdruck senken kann.
Wie viel Vitamin C braucht der gesunde Mensch?
Die Meinungen dazu gehen weit auseinander – die Spanne liegt zwischen 75 Milligramm und 18 Gramm! Die Mehrzahl der Experten empfehlen eine Dosis von 200 bis 1000 mg. Doch spielen hierbei auch die Ernährungsgewohnheiten eine große Rolle, denn Koffein, weißer Zucker und Weißmehlbackwaren sind wahre Vitamin-C-Räuber, ebenso Nikotin und Stress. Gute Vitamin C-Lieferanten sind Obst und Gemüse. Beispielsweise enthalten 100 g rote Paprika 139 mg, 100 g schwarze Johannisbeeren 180 mg. Allerdings spielt die Zubereitungsart eine große Rolle. Vitamin C ist nämlich extrem licht- und hitzeempfindlich. Deshalb sollten derartige Nahrungsmittel nur kurz gelagert, schonend gegart oder am besten roh verzehrt werden.
Wer zusätzlich zur Nahrung noch Ascorbinsäure einnehmen möchte, hat dazu viele Möglichkeiten. Vitamin C-Produkte gibt es in der Apotheke als reines Pulver, als Brausetabletten oder Kapseln. Weil der Körper jedoch Vitamin C nur begrenzt aufnehmen und speichern kann, empfiehlt es sich, die Tagesdosis nicht auf einmal einzunehmen. Hilfreich sind solche Produkte mit Retard-effekt, die – nur einmal eingenommen – den Wirkstoff über den ganzen Tag verteilt freisetzen.







