GIB mir starke Venen


Sommer, Sonne, geschwollene Beine. Gerade bei warmen Temperaturen machen sich schwache Venen bemerkbar. Wie eine gestörte Venenfunktion entsteht, welche typischen Symptome auftreten und was man dagegen tun kann, erklärt Ihnen Apotheker Wolfgang Hubbauer aus der Apotheke Schonungen in Schonungen.

Venenschwäche – was ist das eigentlich?

Unter einer Venenschwäche versteht man eine dauerhafte venöse Abschluss Störung, bei der das Venensystem nicht mehr in der Lage ist, die anfallende Blutmenge zum Herzen zurückzutransportieren. Der Hintergrund: Die Venenklappen schließen nicht richtig und das Blut sackt in die unteren Beinbereiche ab. Die Folge: Das Blut in den Beinen staut sich zunehmend, der Druck in den Venen wird erhöht, so dass sich die Venen weiten. Kleine Besenreißer oder bläuliche Krampfadern werden sichtbar. Ist eine Venenschwäche weit fortgeschritten bezeichnet man sie auch als chronisch venöse Insuffizienz (CVI).

Woher kommen schwache Venen?

Die Wahrscheinlichkeit, an einer Venenschwäche zu erkranken, hängt mit dem Alter zusammen. Frauen sind aufgrund ihres schwächeren Bindegewebes und ihres speziellen Hormonhaushaltes häufiger davon betroffen als Männer. Besonders Schwangere haben aufgrund ihrer hohen Östrogenkonzentration oft eine Venenschwäche. Darüber hinaus spielen auch familiäre Veranlagungen, Übergewicht sowie sitzende Tätigkeiten eine Rolle. Venenschwäche ist eine Volkskrankheit, unter der Millionen Deutsche leiden.

Wie sind die ersten Symptome?

Ein Venenleiden entwickelt sich nicht von heute auf morgen, sondern schleichend. Venenspezialisten meinen, dass vor allem müde Beine ein erstes Symptom sein können. Leichte Schwellungen an den Fußknöcheln sollten ebenfalls beobachtet werden. Besonders an heißen Sommertagen können die Beschwerden zunehmen, da die Blutgefäße sich durch die Wärme weiten. Schmerzt das Gummiband von den Socken? Dann ist es entweder zu fest oder die Venen sind gestaut. Auch nächtliche Wadenkrämpfe und Juckreiz in den Beinen können eine Venenschwäche ankündigen. Eine fortgeschrittene Venenschwäche erkennt man an den bräunlichen Verfärbungen im unteren Beinbereich. Klären Sie unspezifische Beschwerden mit Ihrem Arzt oder einem Phlebologen ab (Facharzt für Gefäß- und Venenerkrankungen). Nur geschulte Fachkräfte können eine genaue Diagnose treffen, zum Beispiel durch den Einsatz einer speziellen Ultraschalluntersuchung, die den Zustand der Venenklappen erfasst.

Was kann man bei einer Venenschwäche tun?

„Viele unserer Kunden leiden gerade an heißen Tagen unter geschwollenen, schmerzenden Füßen und Beinen. Kein Schuh passt mehr. Venenschwäche ist ein echtes Sommerleiden. Den meisten Betroffenen hilft eine Kompressionstherapie. Das heißt, sie tragen engmaschige Kompressionsstrümpfe, oder auch Kompressionsverbände, die auf die Venen Druck ausüben und den Venenklappen die Arbeit erleichtern. Durch die Kompression sackt außerdem weniger Flüssigkeit ins Gewebe. Bringt die Kompressionstherapie keinen Erfolg, können auch entwässernde Medikamente zum Einsatz kommen, die die Schwellungen lindern. Bei größeren Krampfadern kann unter Umständen auch eine Operation in Betracht gezogen werden. Wir beraten Sie zu dem umfassenden Thema „Venenschwäche“ in unserer GESUND-IST-BUNT-Apotheke gerne ausführlicher und halten eine ganze Palette an Venenmitteln für Sie bereit. Wie wäre es mit einem kleinen Spaziergang in unsere Apotheke? Bewegung tut gut.“

Ihr venenfreundliches Verhalten zahlt sich aus:

  • Meiden Sie Alkohol und Nikotin
  • Achten Sie auf Ihr Gewicht
  • Bewegen Sie sich regelmäßig: Schwimmen, Wandern, Strandspaziergänge, Gymnastik, Tanzen sind ideales Venentraining
  • Wenden Sie morgens und abends kalte Wadengüsse an – von den Füßen Richtung Herz
  • Tragen Sie flache Schuhe und lockere Kleidung
  • Reduzieren Sie Wärmereize, wie ausgiebige Sonnenbäder oder Wannenbäder

Genießen Sie die schönste Zeit des Jahres in vollen Zügen und bleiben Sie gesund und munter.

Rat vom Apotheker - Wolfgang Hubbauer, Apotheke Schonungen