Skisport: Unfallzahlen rückläufig

Skisport: Unfallzahlen rückläufig

Foto: Bilderbox

Die Zahl der Skiunfälle ist in den vergangenen Jahren nicht gestiegen, sondern zurückgegangen. Carving-Ski und Snowboards dürften die Pisten also nicht gefährlicher gemacht haben.

Das haben Sportmediziner beim Europäischen Orthopädiekongress "EFORT" in Wien berichtet. In der öffentlichen Wahrnehmung wird der Skisport als zunehmend gefährlich wahrgenommen - häufig in Verbindung gebracht mit der Verbreitung der Carver. Doch der Innsbrucker Unfallchirurg Prof. Christian Fink gibt Entwarnung: "Wie die wissenschaftliche Literatur zeigt, sinken die Zahlen der Verletzten im Skisport kontinuierlich. Carving-Ski haben sich bei näherem Hinsehen keineswegs als gefährlicher erwiesen als konventionelle Ski."

In Österreich zum Beispiel hat die Zahl der stationär behandelten Ski- und Snowboardunfälle abgenommen. Mussten laut Statistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit im Jahr 2004 noch rund 68.700 Patienten wegen eines Skiunfalls stationär behandelt werden, waren es 2006 mit 59.100 Personen um 15 Prozent weniger.

Auch die Auswertungsstelle für Skiunfälle des Deutschen Skiverbands belegt den anhaltenden Rückgang bei der Zahl der Verletzten. Pro 1.000 Skifahrer gab es in der Saison 2007/2008 um 50 Prozent weniger Verletzte als in der ersten Berichtssaison 1979/80. Der in Österreich und Deutschland registrierte Trend deckt sich mit Zahlen aus der Schweiz.

Kaum verändert hat sich das Verletzungsspektrum. "Am häufigsten sind nach wie vor Bandverletzungen im Bereich des Knies. Am zweithäufigsten ist die Hüfte betroffen, gefolgt von der Schulter. Nur zehn Prozent der Verletzungen betreffen den Kopf", erklärt Fink.



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