Schlanke Kinder trotz mütterlichem Diabetes

- Foto: Avent
Entgegen früherer Vermutungen erhöht Typ 1 Diabetes der Mutter während der Schwangerschaft eröht nicht zwangsläufig das Risiko der Kinder, später übergewichtig zu werden. Einfache Vorsorgemaßnahmen wie ein gut eingestellter mütterlicher Blutzucker und ausreichend langes Stillen des Säuglings können der Entwicklung von Übergewicht entgegenwirken.
Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Arbeitsgruppe um Prof. Anette-Gabriele Ziegler von der Technischen Universität München und dem Helmholtz Zentrum München bei einer Auswertung der BABYDIAB Studie. Gegenstand der Untersuchung war die Gewichtsentwicklung von Kindern bis zum Alter von acht Jahren, deren Mütter unter Typ-1-Diabetes litten - verglichen mit Kindern nicht-diabetischer Mütter. Aus einer früheren Auswertung der BABYDIAB Studie ist bereits bekannt, dass Kinder von Müttern mit Typ-1-Diabetes häufiger mit erhöhtem Geburtsgewicht zur Welt kommen. Außerdem ergab eine Auswertung von Daten zweier Studien des Instituts für Diabetesforschung und des Forschungsinstituts für Kinderernährung, dass Mütter mit Typ-1-Diabetes ihre Nachkommen kürzer oder gar nicht stillen. Beide Faktoren erhöhen das Risiko der Kinder, später übergewichtig zu werden.
Die Ergebnisse der BABYDIAB Studie weisen daraufhin, dass Typ-1-Diabetikerinnen der Entwicklung von Übergewicht bei ihren Kindern vorbeugen können:
- Zum einen sollen sie versuchen, die Blutzuckereinstellung während der Schwangerschaft zu optimieren, damit das Geburtsgewicht des Kindes im Normbereich bleibt. Anzustreben ist ein HbA1c zwischen 5,7 und 7%.
- Zum anderen sollten sie schon in der Schwangerschaft ermutigt und unterstützt werden, ihre Babys entsprechend den Empfehlungen der nationalen Stillkommission zu stillen. Das bedeutet, dass Mütter ihre Kinder bis zu sechs Monate voll stillen und mit der Einführung der Beikost nicht sofort abstillen sollten.
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