Klare Regeln halten Teenager von Zigaretten fern

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SEATTLE (Biermann) – Viele Heranwachsende probieren irgendwann einmal das Zigarettenrauchen aus. Ob aus diesem Herumexperimentieren täglicher Tabakkonsum wird, entscheidet jedoch vor allem das Verhalten der Eltern, wie neue Forschungsergebnisse zeigen.
„Wenn Eltern nicht wollen, dass ihre Kinder rauchen, dann müssen sie dies auch kundtun, indem sie innerhalb der Familie klare Regeln aufstellen und diese auch mit ihren Kindern im Schulalter diskutieren“, erklärt Dr. Min Jung Kim von der Universität von Washington.
Wenn die Eltern dagegen selbst rauchen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch die Kinder damit beginnen. „Wenn die Eltern rauchen, haben die Teenager eher Zugang zu Zigaretten als Kinder nicht rauchender Eltern. Zur Prävention sollten rauchende Eltern die schlechte Gewohnheit deshalb selbst aufgeben“, rät Kim.
An der Studie, die in der Fachzeitschrift Pediatrics veröffentlicht wurde, nahmen 270 Jugendliche teil, die in der achten Klasse angefangen hatten, hin und wieder zu rauchen, aber noch keine regelmäßigen, täglichen Tabakkonsumenten waren.
Dr. Kim empfiehlt Eltern von Teenagern folgendes Vorgehen:
- Stellen Sie klare Regeln hinsichtlich des Zigarettenkonsums auf und setzen Sie diese durch
- Kontrollieren Sie, ob Ihre Kinder sich an die Regeln halten
- Kennen und beobachten Sie auch die Freunde Ihrer Kinder
- Sorgen Sie sowohl für klare positive Konsequenzen (Belohnung) für die Einhaltung der Regeln als auch für negative Konsequenzen (Strafe) bei Missachtung
Pediatrics, 10. August 2009
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