Primärprävention mit ASS zahlt sich nicht aus

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Die gegenwärtig verfügbaren Studiendaten geben keinen Anlass, den routinemäßigen Einsatz von Acetylsalicylsäure bei allen gesunden Menschen mit moderat erhöhtem KHK-Risiko zu empfehlen.
Das haben Prof. Colin Baigent von der Universität Oxford und Kollegen in einer großen Metaanalyse festgestellt, die Daten von 112.000 Patienten mit ernsthaften gefäßbedingten Ereignissen (Herzinfarkte, Schlaganfälle, gefäßbedingte Todesfälle) oder massiven Blutungen umfasste.
Demnach reduziert der Einsatz von Acetylsalicylsäure (ASS) in der Primärprävention bei Personen ohne ernsthafte Vorerkrankungen zwar die Rate nicht tödlicher Herzattacken um etwa ein Fünftel. Doch gleichzeitig steigt das Risiko innerer Blutungen um etwa ein Drittel.
Das Team um Baigent analysierte Daten von 95.000 Personen mit niedrigem bis mittlerem Risiko aus 6 Studien zur Primärprävention und Daten von 17.000 Personen mit hohem Risiko aus 16 Studien zur Sekundärprävention.
Sekundärprävention: Vorteile überwiegen klar
Es zeigte sich, dass ASS in den Studien zur Primärprävention das ohnehin geringe Risiko ernsthafter vaskulärer Ereignisse (Schlaganfall, Herzattacken, gefäßbedingte Todesfälle) um 12 Prozent verringerte. Allerdings traten innerer Blutungen bei den ASS-Behandelten etwa um etwa ein Drittel häufiger auf.
In den Untersuchungen zur Sekundärprävention mit Patienten, die bereits einen Schlaganfall oder eine Herzattacke hinter sich und ein erhebliches Rezidivrisiko hatten, konnte ASS das Risiko schwerwiegender gefäßbedingter Ereignisse um etwa ein Fünftel reduzieren. Dieser Vorteil überwog eindeutig jegliche zusätzliche Risiken von Blutungen.
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Abstract der Originalpublikation







