Osteoporose: Nach wie vor Aufklärungsbedarf

- osteoporose.com
Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass vor allem Frauen mit Rückenschmerzen ihr Risiko unterschätzen, eine durch Osteoporose bedingte Wirbelfraktur zu erleiden.
Durch Knochenschwund bedingte Frakturen zählen zu den häufigsten Verletzungen im Alter. Die Hälfte der Frauen und einer von vier Männern wird nach dem 50. Geburtstag im verbleibenden Leben einen Knochenbruch erleiden.
Frakturen der Wirbelsäule kommen häufiger vor als solche der Hüfte, Ober- oder Unterarme. Unbehandelt führen Wirbelbrüche zu anhaltenden Rückenschmerzen, Deformitäten ("Witwenbuckel") oder körperlichen Einschränkungen sowie erhöhter Mortalität. Die verstärkte Aufklärungsarbeit von Ärzten und Medien über Risikogruppen und Risikofaktoren der Osteoporose scheint nicht die gewünschte Wirkung zu entfalten.
Rückenschmerzen werden nicht als Frakturhinweis gesehen
Viele der im Rahmen einer Studie von www.spine-health.com befragten Frauen über 50 Jahre unterschätzten ihr persönliches Risiko. Obwohl 98 Prozent der Teilnehmerinnen mehr als einen persönlichen Risikofaktor für das Auftreten einer Wirbelfraktur angaben, hielten sich nur 48 Prozent für gefährdet.
Als wesentlicher Grund schälte sich die falsche Einschätzung der Symptome heraus. Rückenschmerzen wurden als altersbedingte Allgemeinbeschwerden beurteilt und nicht als möglicher Frakturhinweis gesehen. Einige Frauen verspürten trotz eines Bruchs keine wesentlichen Schmerzen, andere waren sich offenbar der Risikofaktoren nicht bewusst.
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