Malaria-Risikogebiete auf einem Blick

Malaria-Risikogebiete auf einem Blick

Foto: PHIL

Jährlich infizieren sich allein etwa 500 bis 1.000 Reisende aus Deutschland mit Malaria. Um gesund aus dem Urlaubsland zurückzukehren, sind eine reisemedizinische Beratung und die notwendige Prophylaxe sehr wichtig. Das Universitätsklinikum Bonn hat für die individuelle Reiseplanung nun ein interaktives Malariainformations- system im Internet bereit gestellt.    

Malaria - eine der weltweit häufigsten Infektionserkrankungen der Tropen - wird durch Parasiten, so genannte Plasmodien, hervorgerufen, die durch die weibliche Anophelesmücke beim Blutsaugen übertragen werden. Weltweit gibt es laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich 300 bis 500 Millionen Neuerkrankungen - Tendenz steigend. Die gefürchtete "Malaria tropica" führt unbehandelt meist zum Tod. Mildere Formen können über lange Zeiträume immer wieder Malariarückfälle hervorrufen. Typisch ist hohes Fieber, meist begleitet von Kopfschmerzen, Schwäche, Schüttelfrost und Gliederschmerzen. 

Malaria tritt in tropischen und subtropischen Regionen aller Kontinente - außer Australien - auf. "Das Übertragungsrisiko ist nicht nur örtlich, sondern auch zeitlich sehr unterschiedlich", erläutert Dr. Edith Fischnaller vom Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn.   

Das neue Malariainformationssystem finden Sie unter www.meb.uni-bonn.de/hygiene/index.html . Es liefert länderbezogene Informationen über das aktuelle Malariarisiko, die vorgeschlagene Prophylaxe, die bereits vorhandenen Resistenzen sowie über Erregerarten und saisonale Verbreitungsmuster der Malaria im jeweiligen Land. Die Angaben werden regelmäßig aktualisiert. Die Daten können individuell zur Reiseplanung genutzt werden, sodass beispielsweise Reisende mit Risikofaktoren, Schwangere, Kinder und ältere Menschen Hochrisikogebiete einfach erkennen können. Das Malariainformationssystem ersetzt aber nicht die individuelle ärztliche Beratung. Vor Antritt einer Reise in ein Malaria-Gebiet sollte also jeder einen Reisemediziner aufsuchen.



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