Beim Impfschutz individuell vorsorgen

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Längst besiegt geglaubte Infektionskrankheiten treten durch zunehmendes Reisen und Migration wieder auf. In Deutschland lassen die Impfraten im internationalen Vergleich zu wünschen übrig. Denn hier ist Impfen Privatsache.
Urlauber sollten nicht nur an die vorgeschriebenen und sehr speziellen Impfungen für das Reiseland denken, sondern auch an die Standardimpfungen. Das sind zum Beispiel Tetatnus, Diphtherie, Polio und Pertussis. Das komplette Impfprogramm sollte idealerweise zehn bis 14 Tage vor Antritt der Reise abgeschlossen sein.
Kombinationsimpfstoffe für Kinder ideal
Grundsätzlich benötigt ein Kind den gleichen Impfschutz wie Erwachsene. Eventuelle Impflücken kann der Arzt im Rahmen der Reisevorbereitung schließen. Besonders bieten sich gut verträgliche Kombinationsimpfstoffe an. Damit lassen sich die Pikser minimieren.
Gerne informiert der Arzt über Nutzen und Risiken. Er dokumentiert jede Impfung mit Datum, Bezeichnung und Chargennummer des Impfstoffs, das gelbe Impfbuch wird im internationalen Reiseverkehr anerkannt.
Hohe Durchimpfungsraten von Vorteil
Bitte beachten: Nach erfolgter Grundimmunisierung sollte die Auffrischimpfung bei Diphtherie, Tetanus, Polio und Pertussis alle zehn Jahren stattfinden.
Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto besser. Denn nur bei Erreichen hoher Durchimpfungsraten ist es möglich, bestimmte Krankheitserreger zu eliminieren, da sich die Infektionskette auf diese Weise durchbrechen lässt.
Individuelle Informationen zu Impfungen gibt gerne jeder Hausarzt. Auch auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts (RKI) als oberste Bundesbehörde des Ministeriums für Gesundheit unter www.rki.de sind viele wichtige Ratschläge zu finden.
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