Diese Globuli helfen bei akuten Verletzungen

- Foto: ABDA
Auch die Homöopathie kann bei traumatischen Verletzungen schnell therapeutisch wirken: Mit den richtigen Globuli schwellen betroffenen Areale bald wieder ab, die Schmerzen lassen nach und auch Blutergüsse werden schneller resorbiert. Sogar lädierte Sehnen, Muskel- und Bindegewebe, sowie Knochen und Knochenhaut profitieren von der Heilwirkung.
Eines der wertvollsten homöopathischen Notfallmittel ist die Arnica montana. Diese Heilpflanze hat sich nicht nur bei Sturzverletzungen, Prellungen, und Zerrungen bewährt, sondern lindert auch Beschwerden nach Überanstrengung, Quetschungen und Blutergüssen.
Ein Patient, der Arnica montana benötigt, wird ganz bestimmte Symptome aufweisen, die für die passende Arzneiwahl ausschlaggebend sind. Die wichtigsten Hinweise auf diese Arznei sind: starke Schmerzempfindung, die betroffenen Partien fühlen sich wie zerschlagen, verstaucht, wund oder gequetscht an. Auffällig ist ferner die ausgeprägte Berührungsempfindlichkeit und das Unvermögen, wegen der Schmerzen auf Hartem zu liegen.
Neben einer Reihe wichtiger Heilmittel zur Behandlung sportbedingter Verletzungen muss differenzialdiagnostisch insbesondere auch an Bryonia alba und Rhus toxicodendron gedacht werden. Symptome, die typischerweise auf Bryonia verweisen sind vor allem solche Verletzungsbeschwerden, die sich langsam entwickeln und dann zunehmend stärker werden. Das Vollbild zeigt sich hier mitunter erst nach drei bis fünf Tagen.
Sehr charakteristisch für dieses Mittel sind insbesondere solche Schmerzen, die sich schon bei geringster Bewegung der lädierten Bereiche deutlich verschlechtern. Hinzu kommen ein ausgeprägtes Ruhebedürfnis und der Umstand, dass sich alle Beschwerden durch moderaten Druck auf das umgebende Gewebe vorübergehend bessern. Zeigt sich der Akutzustand in diesem Zusammenhang, so ist Bryonia das zuverlässig kurierende Heilmittel.
Hervorragendes Verletzungsmittel: Rhus toxicodendron
Auch Rhus toxicodendron ist ein vorzügliches Verletzungsmittel mit einer intensiven Wirkung auf Bänder, Sehnen und Gelenke, die durch Überanstrengung, Verrenkung, Verstauchung oder durch zu schweres Heben in Mitleidenschaft gezogen wurden. Wichtige Hinweise auf dieses Mittel sind das auffallend ruhelose Verhalten, die schmerzbedingten ständigen Positionswechsel, und die vom Patienten beschriebenen, heftig ziehenden, mitunter gar als reißend empfundenen Schmerzen, die sich paradoxerweise durch Bewegung verbessern, während sie bei Ruhigstellung wieder deutlich an Intensität zunehmen. Liegen Verletzungen mit dieser Typologie vor, so werden wenige Gaben von Rhus toxicodendron ausreichen, um eine nachhaltige Linderung und baldige Ausheilung der Beschwerden herbeizuführen.
Achtung: Denken Sie bitte daran, dass bei Verdacht auf eine Verletzung innerer Organe im Zweifelsfall immer auch der Notarzt hinzugezogen werden muss. Gleiches gilt für Sehnen- und knöcherne Verletzungen, bei denen eventuell eine chirurgische Intervention nötig sein kann.
pk
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