Wunderwaffe Granatapfel

Wunderwaffe Granatapfel

Foto: stock.xchng

Mit 58 600 Neuerkrankungen pro Jahr ist Prostatakrebs mit Abstand die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Diese Krebsform wächst in Abhängigkeit der männlichen Sexualhormone, der Androgene.

In der Regel werden Prostatakarzinome deshalb neben chirurgischer, Chemo- und Strahlentherapie daher auch durch Hormonentzug behandelt. Eine sinnvolle Therapieergänzung kommt nun aus dem Bereich der Naturheilkunde - mit dem Granatapfel. 

Die therapeutisch eingesetzte Hormonblockade bei Prostatakrebs verliert nach einigen Jahren leider ihre Wirkung, da sich die Krebszellen an die geringen Hormonspiegel anpassen. Das Tragische: In diesem hormon-unabhängigen Stadium wird der Tumor unheilbar, er breitet sich besonders rasch aus und bildet Metastasen. 

Gewinn an zusätzlichen Lebensjahren
Ein Ansatz aus der Naturheilkunde bringt nun Hoffnung für diese Fälle. Aktuelle Forschungsergebnisse ergeben, dass Granatäpfel diesen gefährlichen Anpassungsmechanismen der Prostatakrebszelle entgegenwirken können. Die besonderen Pflanzenstoffe des Granatapfels, sogenannte Polyphenole, drosseln in der Krebszelle die fatale Entwicklung. Das ist inzwischen vielfach nachgewiesen. 

Im Dschungel der Ernährungsempfehlungen und widersprüchlichen Studienergebnisse für Prostatakarzinom ist der Granatapfel die Frucht mit der besten Studienevidenz. Nach einer großen Anzahl positiver präklinischer Studien bewährte er sich bereits bei Patienten, die nach einer Primärtherapie wieder ein Fortschreiten der Krebserkrankung hatten: In einer Aufsehen erregenden klinischen Langzeit-Untersuchung verlängerte der tägliche Konsum von einem Glas Granatapfelsaft den Zeitraum, in dem sich der Spiegel des Prostata-spezifischen Antigens (PSA), einem wichtigen Verlaufsmarker beim Prostatakrebs, verdoppelte, von durchschnittlich 15 auf 55 Monate - also die fast vierfache Zeit. Dies stellt für viele Prostatakrebs-Patienten einen Gewinn an wertvollen Lebensjahren dar. 

In der Prostatakarzinom-Studie gab es allerdings deutliche Wirkunterschiede bei den Probanden - ein Zeichen, dass nicht jeder Mensch im gleichen Maß von den gesundheitsfördernden Effekten des Granatapfels profitiert. Die Ursache hierfür können in der von Mensch zu Mensch unterschiedlichen Darmflora liegen. Durch Fermentation der Granatapfelsaft-Polyphenole lassen sich Bioverfügbarkeit und Bioaktivität deutlich steigern.

Natürlich ersetzen Granatapfel-Polyphenole keine schulmedizinische Krebstherapie und können Krebs nicht heilen, sie sind aber eine sinnvolle ergänzende Ernährungsmaßnahme - am besten in Absprache mit dem behandelnden Onkologen.  



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