Atemwegserkrankungen: Wo darf der Sauerstoff mit ins Flugzeug?

- Foto: pixelio.de / Rainer Sturm
Bei Flugreisen sind Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen häufig auf eine zusätzliche Sauerstoffversorgung angewiesen. Doch jede Airline hat ihre eigenen Bestimmungen. Eine neue Datenbank schafft hier Klarheit.
Bei Langstreckenflügen entspricht der Druck in der Kabine etwa dem auf einer Höhe von 2.400 m über dem Meeresspiegel. Außerdem ist durch die Luft an Board sehr trocken. Für gesunde Menschen ist das im Allgemeinen völlig unproblematisch, da der verminderte Sauerstoffdruck durch eine schnellere, tiefere Atmung ausgeglichen wird.
Patienten mit Atemwegserkrankungen können den verminderten Sauerstoffdruck unter Umständen nicht ausgleichen, so dass der Sauerstoffdruck im Blut und die Sauerstoffsättigung des Blutes deutlich absinken. Ob Beschwerden auftreten, hängt auch von der Dauer des Fluges ab
Unterschiedliche Regelungen je nach Airline
Häufig sind Betroffene während des Fluges auf eine zusätzliche Sauerstoffversorgung angewiesen. Etliche Fluggesellschaften untersagen die Mitnahme eines Sauerstoffvorrates in das Flugzeug. Patienten müssen sich dann darauf verlassen, dass die Fluggesellschaft Sauerstoff zur Verfügung stellt.
Die Bedingungen für die Bereitstellung von Sauerstoff variieren zwischen den einzelnen Fluggesellschaften stark. Einige Fluggesellschaften gestatten die Mitnahme von Gasdruckflaschen oder Verwendung tragbarer Sauerstoffkonzentratoren. Allerdings kann dies auf bestimmte Flugzeugmodelle beschränkt sein. In anderen Fällen ist die Sauerstoffanwendung auch nur bei Start und Landung verboten.
Die European Lung Foundation hat alle europäischen Fluggesellschaften nach deren Bedingungen für eine zusätzliche Sauerstoffversorgung befragt und die Ergebnisse in einer Datenbank veröffentlicht. Diese wurden nun von der Deutschen Atemwegsliga e. V. übersetzt und sind online auch auf Deutsch verfügbar.
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