Wer viel rotes Fleisch isst, riskiert frühen Tod

- Foto: Bilderbox
Die weltweit bisher größte Studie zum Risiko von rotem Fleisch bestätigt, dass Steaks, Hamburger und Koteletts eher mit Vorsicht zu genießen sind. Wer es in der Woche auf mehr als drei Pfund bringt, steigert sein Sterberisiko um bis zu 50 Prozent.
Demnach erhöhen große Portionen von Rind-, Schweine- und anderem roten Fleisch die Gefahr von Krebs, Herz- und Kreislaufleiden sowie andere Krankheiten. Das gilt auch für Produkte aus diesem Fleisch wie Würstchen, Speck und Aufschnitt, wie Dr. Rashmi Sinha und Kollegen vom National Cancer Institute in Rockville/Maryland betonen. Das Risiko steige entsprechend der konsumierten Menge um bis zu 50 Prozent.
Die Studie verglich die Ernährung von 545.000 US-Bürgern im Alter von 50 bis 71 Jahren über einen Zeitraum von zehn Jahren. Am Ende der Untersuchung waren rund 71.000 Teilnehmer gestorben. Dabei wiesen diejenigen, die am meisten rotes Fleisch gegessen hatten, das höchste Sterberisiko auf - auch wenn andere Gesundheitsrisiken wie Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel herausgerechnet wurden.
11 bis 16 Prozent der Todesfälle vermeidbar
Insgesamt hätten 11 Prozent der Todesfälle bei Männern und 16 Prozent bei Frauen vermieden werden können, wenn alle Teilnehmer so wenig rotes Fleisch gegessen hätten wie die 20 Prozent der Probanden mit dem geringsten Konsum (bis zu 150 Gramm pro Woche).
Bei Männern, die täglich knapp 250 Gramm rotes Fleisch gegessen hatten, war das Krebstodrisiko um 22 Prozent und das Herztodrisiko um 27 Prozent höher als bei jenen Studienteilnehmern, die nicht mehr als 150 Gramm rotes Fleisch pro Woche zu sich genommen hatten.
Frauen noch stärker gefährdet
Bei Frauen mit einem täglichen Konsum von 250 Gramm rotem Fleisch stieg die Gefahr eines Krebstodes um 20 Prozent und die eines tödlichen Infarkts oder Schlaganfalls sogar um 50 Prozent.
Unter denen, die fast nur Fisch, Hühnchen, Pute und Aufschnitt aus deren "weißem" Fleisch verzehrten, beobachteten die Autoren einen gegenteiligen Trend: Wer mehr davon aß, hatte ein etwas geringeres Sterberisiko.
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