Einmal Fleck weg, bitte!

Einmal Fleck weg, bitte!'

Foto: H&O Equipments

Ist ästhetische Medizin nur etwas für Glamour-Docs und Beauty-Farmen? Nein! Patientenwünsche wie zum Beispiel die Entfernung störender Hautläsionen wie Leber- und Pigmentflecke kann - bei entsprechender Ausstattung - auch der Hausarzt erfüllen. 

Medical Beauty ist einer der großen Megatrends, mit denen wir es, laut Zukunftsforschern, in den nächsten Jahrzehnten zu tun haben werden. ,,Eine Großzahl der Frauen, aber auch zunehmend mehr Männer, legen immer größeren Wert darauf, so gut wie möglich auszusehen, und sind auch bereit, dafür Geld auszugeben", schreibt etwa das Fachmagazin ,,Kosmetik International". 

Und weiter: ,,Die generelle Bereitschaft der Menschen, optische Schönheitsfehler nicht als gottgegeben hinzunehmen, sondern zu korrigieren, wird stetig größer und beschert Dermatologen, Schönheitschirurgen, aber auch spezialisierten Kosmetikerinnen mehr Marktchancen." Aber nicht nur ihnen. Immer neue Methoden aus der Medizintechnik werden für kosmetische Anwendungen verfügbar, sodass auch der Hausarzt und Allgemeinmediziner mit medizinischer apparativer Kosmetik solche IGeL-Angebote (Individuelle Gesundheits-Leistungen) seinen Patienten machen kann. 

Zum Hausarzt oder Dermatologen statt in die Schönheitsfarm   

Eindeutig gutartige Hautveränderungen wie zum Beispiel Leber- und Pigmentflecke, Warzen, Fibrome, Papillome, Hämangiome, Blutschwämme sind bislang auch ein Schwerpunkt in vielen Schönheitsfarmen. Dabei gibt es keinen Grund, weshalb Allgemeinärzte und niedergelassene Dermatologen den Nichtmedizinern oder ,,Lifestyle-Spezialisten" das Feld überlassen sollten. Ein relativ neues, innovatives Handinstrument zur Entfernung kleinerer Hautläsionen ist der so genannte CryoPen.    

Der therapeutische Stift bringt flüssiges Lachgas mithilfe einer Kapillarnadel direkt und millimetergenau nur auf das zu behandelnde Gewebe auf. Das Gas expandiert, was eine schnelle konstante Kälteentwicklung garantiert. Das Gewebe wird eingefroren und zerstört, wobei die Faserstruktur intakt bleibt. Bei einer Eindringtiefe von einem Millimeter pro fünf Sekunden dauert die Behandlung nur wenige Sekunden und ist nahezu schmerzfrei - der Patient spürt kaum etwas von dem Eingriff.    

Die Vorteile liegen auf der "Hand":Die Wunde blutet nicht und ein Verband ist meist auch nicht notwendig. In der Anfangszeit bildet sich zunächst eine Schorfschicht, die später abfällt. Eine vollständige Heilung dauert zwischen drei und sechs Wochen, wobei keine Narben zurückbleiben.   

bh/ms

 



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