Cola bei Durchfall und Erbrechen tabu

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Dass Cola Kindern mit Erbrechen und Durchfall hilft, verweist das britische National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE) ins Reich der Mythen. Aufgrund ihres hohen Zuckergehaltes schadet die koffeinhaltige Limonade mehr als sie nutzt.
In schlimmen Fällen müssten Kinder unter fünf Jahren vielmehr mit speziellen Getränken vor Flüssigkeitsmangel bewahrt werden. Je kleiner die Kinder, desto rascher kann eine solche Dehydrierung (Austrocknung) bedrohlich werden und einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machen.
Um Eltern zu helfen, Warnsignale einer drohenden Dehydrierung rechtzeitig zu erkennen und effektive Gegenmaßnahmen zu ergreifen, hat NICE Richtlinien zur Behandlung von Gastroenteritis bei Kindern in veröffentlicht. Wesentlicher Bestandteil der Behandlung ist die eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, am besten in Form sogenannter oraler Rehydratationslösungen.
Stephen Murphy, der als Gastroenterologe federführend an der Gestaltung der Richtlinien mitwirkte, betonte, dass Cola und Limonaden oder Fruchtsäfte den Zustand verschlimmern. "Schwere Fälle von Durchfall und Erbrechen, die zur Dehydration führen, müssen sofort mit oralen Rehydrationslösungen behandelt werden." Entscheidend sei die Kombination von Zucker und Salz in diesen Getränken. In Coca Cola und anderen Limonaden sei zu viel Zucker enthalten.
NICE hat eine Checkliste erarbeitet, die Eltern dabei helfen soll, einzuschätzen, ob ihre Kinder dehydriert sind. Entscheidende Symptome sind:
- veränderte Ansprechbarkeit
- eingesunkene Augen
- fahle oder fleckige Haut
- kalte Gliedmaßen.
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