Morgens, mittags, abends - Wann Sie Arzneien einnehmen, ist nicht egal

- Foto: ABDA
Cortison am Morgen, ASS am Abend: Um Nebenwirkungen zu minimieren, ist es nicht egal, wann Sie die Medikamente einnehmen. Darauf weisen die Deutschen Apotheker in ihrem Internetauftritt hin.
Der Körper verträgt einige Arzneimittel zu bestimmten Tageszeiten besser. Die Anpassung der Einnahme an den biologischen Rhythmus reduziert die Nebenwirkungen mancher Medikamente. Auch lässt sich die Wirksamkeit bestimmter Präparate steigern. Bei welchen Wirkstoffen der Einnahmezeitpunkt zu beachten ist, zeigt die folgende Auflistung:
- Medikamente gegen Schilddrüsenerkrankungen mit dem Wirkstoff L-Thyroxin wirken morgens am besten.
- Die Nebenwirkungen von Cortison verringern sich bei morgendlicher Einnahme der Tagesdosis. Cortison kommt zum Beispiel bei der Behandlung von Asthma zum Einsatz.
- Acetylsalicylsäure, auch als ASS bezeichnet, kann die Magenschleimhaut schädigen. Diese Gefahr ist bei einer Einnahme in den Abendstunden am geringsten.
- Arzneimittel gegen zu hohe Blutfettwerte, so genannte Statine, wirken am besten kurz vor dem Schlafengehen. Dann hemmen sie die körpereigene Produktion von Cholesterol am stärksten.
Den richtigen Einnahmezeitpunkt von Medikamenten erklärt der Apotheker im persönlichen Beratungsgespräch. Er kann auch beantworten, ob die Arznei vor oder nach dem Essen einzunehmen ist.
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