Jeder zweite Arbeitnehmer psychisch stark belastet

- Foto: Bilderbox
Deutschlands Arbeitnehmer sind nach einer aktuellen Umfrage schwer gestresst. Laut einer repräsentativen Umfrage der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) unter rund 3.000 Arbeitnehmern leidet jeder Zweite unter hohen psychischen Belastungen.
Fast jeder siebte Beschäftigte hat demnach Angst vor der Kündigung, jeder neunte sieht sich im Konkurrenzkampf mit seinen Kollegen, teilte die DAK mit. "Anhaltender Stress ist ein ernsthafter Risikofaktor für psychische Störungen", sagte der DAK-Gesundheitsökonom Martin Kordt. Aufgrund seelischer Leiden fallen Arbeitnehmer heutzutage um rund 60 Prozent häufiger aus als vor zehn Jahren.
Mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer leiden nach DAK-Angaben an Symptomen wie Schlafstörungen (53 Prozent), depressiven Verstimmungen (37 Prozent), Nervosität (36 Prozent) und Konzentrationsstörungen (32 Prozent). Die Grenze zu psychischen Erkrankungen wie Depression und Angststörungen sei dabei fließend, sagte Kordt.
Besonders betroffen seien Frauen, ältere Arbeitnehmer und Menschen mit geringem Einkommen. "Durch Mehrfachbelastungen, zunehmendem Leistungsdruck oder finanzielle Zwänge fühlen sich diese Menschen dem Stress oft besonders ausgeliefert." Vor allem Männer und ältere Berufstätige (je 10 Prozent) versuchen, Anstrengungen mit Alkohol zu bewältigen, Frauen greifen eher zu Schlaf- und Beruhigungsmitteln (7 Prozent). Doch nur ein Ausgleich im Privatleben - etwa mit Sport und Entspannungstechniken - mache widerstandsfähiger gegen Stress, betonte Kordt.
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