Alte Antihistaminika neu auf dem Prüfstand

- Foto: ABDA
In Zeiten starken Pollenflugs ist Selbstmedikation mit Antihistaminika für viele Menschen zur Selbstverständlichkeit geworden. Das Global Allergy and Asthma European Network will jetzt prüfen, ob die Altpräparate wirklich bedenkenlos eingenommen werden können.
Moderne Medikamente müssen hohe Hürden überwinden, bevor sie zugelassen werden. Vor allem der Sicherheitsaspekt erfordert Studien mit Hunderten von Patienten. Doch bei Altpräparaten liegen solche Untersuchungen oft nicht vor.
Die meisten Antihistaminika in Deutschland sind frei verkäuflich und gelten als harmlos. In Berlin seien im Lauf der letzten zehn Jahre allerdings 66 Suizide mit diesen Medikamenten begangen worden, berichtet Prof. Torsten Zuberbier, Berlin.
Und mittlerweile erhebt sich auch der Verdacht, das eine oder andere Flugzeugunglück könnte eventuell mit der Einnahme von Antihistaminika in Zusammenhang stehen.
Das Global Allergy and Asthma European Network (GA2LEN) will sich nun dieses Problems annehmen und die älteren Antihistaminka einer erneuten Prüfung unterziehen.
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