Therapeutische Wärme heilt viele Krankheiten
Fieber stellt keine eigenständige Erkrankung dar, sondern ist eine körpereigene therapeutische Reaktion auf äußere (Infektionen) oder innere (Tumore) Einflüsse. Und wenn der Kranke selbst nicht genügend Hitze entwickelt, kann von außen nachgeholfen werden.
Um im Körper eine Überwärmung (Hyperthermie) zu erzeugen, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Jeder kennt zum Beispiel Fango-Auflagen, Packungen, Wickel und Teilbäder, die hauptsächlich die oberen Hautschichten erwärmen. Die Infrarot-Hyperthermie arbeitet dagegen mit Strahlenquellen, die zunächst das Unterhautgewebe erwärmen, über das Blut dann aber auch das Körperinnere höher temperiert.
Die Erhöhung der Temperatur während eines künstlich erzeugten Fiebers bewirkt innerhalb des Körpers dasselbe wie auch ein echtes Fieber. Die gewünschte Temperatur-Steigerung aktiviert das körpereigene Immunsystem, regt den Stoffwechsel an und wirkt gleichzeitig schmerzlindernd.
Milde Überwärmungstherapien (bis 38 Grad) eignen sich besonders bei rheumatischen Erkrankungen, degenerativen Gelenkbeschwerden, chronischen Verspannungen und Schmerzen. Eine moderate Hyperthermie (bis gute 40 Grad) kommt zum Beispiel bei chronischen Entzündungen und manchen Krebserkrankungen (bewährt zum Beispiel in Kombination mit einer Misteltherapie) zum Einsatz.
Für die intensiveren Wärmetherapien ist ein stationärer Aufenthalt in einer speziell dafür ausgerichteten Fachklinik erforderlich.
ms
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